[2026-04-12] Storchenpflegestation Wesermarsch in Berne

Nordwestlich von Bremen befindet sich Berne.
Dass dort ziemlich… „schräge Vögel“ das Licht der Welt erblicken, dürfte seit 1954 bekannt sein, als Dieter Bohlen dort geboren wurde.

Aber glücklicherweise hat Berne auch noch andere, wesentlich grazilere Vögel zu bieten als den „Pop-Titan“ – nämlich Störche über Störche… so weit das Auge reicht.
Schon wenn man zwischen den ganzen kleinen Dörfern, die zur Gemeinde Berne gehören, entlang fährt, sieht man sie überall links und rechts der Straße auf den Feldern und Wiesen.

Um alle Störche, die etwas Pflege bedürfen, weil sie z.B. mit Windrädern oder Strommasten kollidierten, aus dem Nest fielen oder auf sonstige Art verletzt in der Natur gefunden wurden, kümmert man sich in der Storchenpflegestation Wesermarsch – passenderweise im Storchenweg in Berne.

Meine Frau hat diesen Geheimtipp von einer ihrer Patientinennen bekommen und es war echt ein toller Tipp!

Wir nutzten den schönen sonnigen Sonntag also für einen Ausflug nach Berne.
Dort angekommen ist der Blick durch die Bäume schon beeindruckend: in jedem Baum befanden sich 2 bis 3 Storchennester und aus fast jedem Nest schaute ein Storch heraus. Oder zwei.

Weiter geht es durch die Gartentür. Im Eingangsbereich steht ein Tisch mit Info-Material sowie einer Spendenkasse, weiter hinten im Garten stehen jede Menge Bänke und ein festes Fernrohr bereit, welche dazu einladen, die vielen Vögel auf sich einwirken zu lassen.
Es ist schon ein beachtliches Natur-Schauspiel, wie hier jede Menge Störche ständig durch die Gegend fliegen und teils Zweige für den Nestbau, teils Moos zum Auspolstern anschleppen.

Die Zugvögel kommen im März aus Afrika zurück, bauen über März/April an ihren Nestern und legen danach Eier, die sie ca. 1 Monat ausbrüten. Mitte-Ende Mai sollten dann theoretisch also die ersten kleinen Storchen-Küken in den Nestern sitzen.

Im Garten steht ein Tisch mit Kaffee-Pumpkanne und Kaltgetränken, daneben eine Kasse des Vertrauens.
Der Leiter der Station, Udo Hilfers, kümmert sich super um seine Gäste, klärt Fragen, die den Besuchern kommen und man merkt einfach: diese Vögel sind sein Leben.

Neben den Störchen gibt es auf dem Hof auch noch Tauben, Enten, Gänse, Hühner, Austernfischer und sogar ein Schwan lag die ganze Zeit im Gras in der Sonne.

Hier sind nun einige Bilder vom Ausflug:

Es ist definitiv ein beeindruckender Ort und erstaunlich, was aus ehrenamtlicher Leidenschaft so tolles entstehen kann.
Wer jetzt auch einmal die Störche ganz von Nahem sehen möchte: auf nach Berne!

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten!

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