Gewitter fotografieren

Es gewittert, Blitze erleuchten den Himmel, Faszination Natur-Gewalten…
Doch wie bekommt man diese Stimmung eindrucksvoll vor die Linse?

Da man zum Einen nicht vorhersagen kann, wann der nächste Blitz erscheint und man zum Anderen auch einen möglichst langen Licht-Streif erhalten möchte, läuft das Ganze auf Langzeitbelichtung hinaus – das bedeutet also:

  • Stativ ist Pflicht
  • Auslösen über Fernbedienung, Kabel-Auslöser oder zumindestens mit 2sec-Selbstauslöser, um ein Verwackeln während des Auslösens zu vermeiden
  • bei „richtigen“ Spiegelreflex-Kameras nach Möglichkeit noch Spiegel-Vorauslösung nutzen, sofern von der Kamera-Software unterstützt – damit wird selbst minimales Verwackeln durch das Schwingen des Spiegels verhindert

Um möglichst lange Belichtungs-Zeiten ohne Überbelichtung zu realisieren, arbeite ich hier mit kleinstmöglichem ISO-Wert (bei mir ISO-100) und möglichst weit geschlossener Blende.

Mein Setup

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  • Sony A-65
  • 17mm Weitwinkel-Objektiv (Sigma 17-70mm F2.8-4.0)
  • Stativ (günstiges Hama 3-Bein, nix besonderes)
  • programmierbarer Kabelauslöser (JJC TM-F)

Meine Einstellungen

  • Kamera:
    • manueller Modus
    • Belichtungszeit: BULB-Modus (so lange der Auslöser gedrückt bleibt, wird belichtet)
    • Langzeit-Rauschminderung aktiviert (dauert nochmal ca. genauso lang wie das Belichten selbst)
    • kleinstmöglicher ISO-Wert (ISO 100)
    • kleinstmögliche Blende (= größtmögliche Blenden-Zahl – F22)
  • Kabel-Auslöser:
    • Belichtungszeit: 3 Minuten
    • Interval: alle 7 Minuten 1 Bild

Ich habe die Kamera die ganze Nacht in diesem Modus laufen lassen… es kam genau 1 Bild bei heraus, auf welchem man eindrucksvoll Blitze sieht.

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Es bleibt also auch immer ein wenig Glück dabei.

Die restlichen Bilder liefern aber immerhin einen schönen Morgen-Dämmerungs-Zeitraffer:

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