HDR – High Dynamic Range – Fotos

Jeder kennt das „Fenster-Problem“: wenn man in einem Innenraum ein Fenster fotografiert, ist entweder der Innenraum korrekt belichtet aber außerhalb des Fensters ist alles weiß oder man erkennt die Landschaft hinter dem Fenster, aber der Innenraum ist zu dunkel…

Wenn man die Szene live betrachtet, sieht erkennt man alles, auf dem Foto sind stattdessen Teile total unter- oder überbelichtet.

Das liegt daran, dass das menschliche Auge einen wesentlich höheren Dynamik-Umfang hat als eine Kamera.

Lösen lässt sich das Problem, indem man eine Belichtungsreihe – also das Bild einmal normal, einmal über- und einmal unter-belichtet – aufnimmt.

Danach kann man die Bilder übereinander legen und das beste aus allen Bildern herausholen. Dazu reicht theoretisch (wenn alle Bilder genau den gleichen Bildausschnitt zeigen) schon ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm wie GIMP.

Man kann aber auch spezielle Programme wie Luminance HDR (früher „qtpfsgui“) nutzen, welche dann die unterschiedlich belichteten Bilder mit verschiedenen mathematischen Methoden verrechnen und bestimmte Dinge aus dem Bild heraus-arbeiten können.

Außer dem „Aufhellen“ von schattigen Bereichen kann man die HDR-Technik auch dazu nutzen, Bilder bewusst extrem dramatisch zu gestalten.

Zugegeben, die mathematischen Grundlagen hinter den verschiedenen Operatoren und ihren Parametern versteh ich auch nicht unbedingt… aber mit etwas Ausprobieren kann man aus ursprünglich belanglos wirkenden Belichtungsreihen schnell tolle, spannende Fotos erzeugen:

A Nørre Lyngvig (Leuchtturm bei Ringkøbing-Fjord)

Treppenhaus von unten

Belichtungsreihe, JPEG out-of-camera

 

aus HDR erstellte Fotos

Jahreszahl über Eingangstür

Belichtungsreihe, JPEG out-of-camera

 

aus HDR erstellte Fotos

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